Burschenverein Oberneuching spendet für den Spielplatz des SBZ

Zünftigen Besuch hatte das Sehbehinderten- und Blindenzentrum Unterschleißheim (SBZ) am vergangenen Donnerstag. Josef Widl, Vorsitzender des Festausschusses, und Florian Hainz, 2. Vorsitzender des Burschenvereins Oberneuching, besuchten das Zentrum, um Direktorin Hildegard Mayr eine Spende von 2.000 Euro zu überreichen.

Jährlich sammelt der Burschenverein bei verschiedenen Festivitäten, wie den Weihnachtsveranstaltungen und dem traditionellen Glühweinverkauf nach der Christmette, Spenden von seinen Mitgliedern, die dann für wohltätige Zwecke verwendet werden. In diesem Jahr durfte sich das Sehbehinderten- und Blindenzentrum über die großzügige Spende freuen, die für die dringend benötigte Sanierung des Kinderspielplatzes verwendet wird. Direktorin Hildegard Mayr ist beeindruckt von dem Engagement der jungen Leute: „Eine tolle Sache, Brauchtum zu pflegen und dabei Gutes zu tun!“

Ein herzliches „Vergelt`s Gott“ im Namen der Kinder, die sich schon jetzt auf die neuen Spielgeräte freuen!

Josef Widl und Florian Hainz vom Burschenverein Oberneuching bei der Scheckübergabe an Hildgard Mayr, Direktorin des Sehbehinderten- und Blindenzentrums Oberschleißheim

Sporthallen am SBZ blinden- und sehbehindertengerecht

Im Sport gibt es viele Möglichkeiten, den Unterricht an die jeweilige Sehbehinderung oder das Handicap anzupassen. Alle sollen Spaß haben, sich viel bewegen und noch etwas dabei lernen. Gar nicht einmal so einfach, wenn man bedenkt, dass jede Schülerin und jeder Schüler andere Bedürfnisse und Einschränkungen hat.

Ballspiele können für Sehbehinderte z.B. mit größeren Bällen, farbintensiven/neonfarbenen Spielgeräten oder auch durch andere Beschaffenheiten (Softball-Versionen) vereinfacht werden, für blinde Schüler stehen eine Vielzahl an Bällen mit Klingeln und Glöckchen zur Verfügung. Turngeräte können durch Klebefolien optisch unterstützt werden, durch helle Hütchen markiert oder Hintergründe durch Matten verändert werden, um deutlichere Kontraste zu erzeugen.

Nun war es an der Zeit, auch die Räumlichkeiten blinden- und sehbehindertengerecht zu gestalten. Somit wurden alle Lichtschalter mit neonfarbener Folie beklebt, um diese deutlicher von der braunen Holzwand oder, noch besser, den weißen Fliesen in den Umkleiden abzusetzen. Schilder wurden vereinfacht und vergrößert, z.B. im Bereich der Toiletten und sanitären Anlagen. Das Hauptaugenmerk galt aber der Beschriftung aller Türen und notwendiger Räume inklusive der Notausgänge in Punktschrift. Alle Schriftzüge sind nun oberhalb der jeweiligen Türgriffe zu ertasten.

Die Hallen sind somit bereit, die Sportlehrer freuen sich auf den Unterricht mit allen Klassen und bleiben weiterhin „am Ball“.

Digitaler Elterninformationsabend der Edith-Stein-Realschule – Übertritt in die Realschule

Am Montag, den 01. März 2021 um 19 Uhr veranstaltet die Edith-Stein-Realschule für Sehbehinderte und Blinde in Unterschleißheim einen digitalen Informationsabend für interessierte Eltern zum Übertritt in die neue 5. Klasse des kommenden Schuljahres. Die Edith-Stein-Realschule ist eine staatlich anerkannte Realschule mit dem Schulprofil Inklusion. Neben sehbehinderten und blinden Schülerinnen und Schülern können auch Kinder ohne sonderpädagogischem Förderbedarf oder gegebenenfalls auch mit einem anderen sonderpädagogischen Förderschwerpunkt aufgenommen werden.

Die kleinen Klassen bieten neben einer ruhigen und persönlichen Unterrichtsatmosphäre einen Unterricht nach sonderpädagogischen Grundsätzen mit Raum zur Individualisierung und Differenzierung. Interessierte Eltern haben an diesem Abend Gelegenheit, sich über das schulische Angebot der Edith-Stein-Schule zu informieren und Hinweise zu den Voraussetzungen für Übertritt und Aufnahme zu erhalten.

Nähere Informationen finden sich auch auf der Homepage des Zentrums unter www.sbz.de.

Bei Interesse an einer Teilnahme, bitten wir bis zum 25.02.2021 um Zusendung einer entsprechenden E-Mail an rs@sbz.de. Am Tag der Veranstaltung wird allen, die durch eine E-Mail ihr Interesse bekundet haben, dann ein entsprechender Link zur Teilnahme an der Veranstaltung zugesendet.

 

Dr. Astrid Deuchert, Schulleiterin der Realschule

 

 

 

 

 

Digitale Ausstellung – Kunst aus dem Homeschooling

Die Klasse 9b der Edith-Stein-Realschule, die sich durch kreative Ideen auszeichnet und das Schulhaus bereits mit ihren witzigen Plakaten zu Maskenpflicht und Abstandsgebot geschmückt hat, befindet sich – wie alle anderen Schülerinnen und Schüler momentan im Homeschooling.

Während dieser Zeit haben sie immer wieder einmal Post bekommen: In den Briefen waren kleine Männchen, wie man sie von Modellbahnen kennt. Teilweise durch den Versand etwas mitgenommen aber einsatzbereit, um etwas Abwechslung in den Lockdown zu bringen.

Die Aufgabe für die Jugendlichen im Rahmen des Online-Kunstunterrichts lautete, die Figuren in einer realen Umgebung zu platzieren und zu fotografieren. Dabei sollte für alle Jahreszeiten etwas dabei sein. Die so genannten Makroaufnahmen von kleinen Modellfiguren in einer „echten“ Umgebung faszinieren und machen sowohl den Fotografen als auch den Betrachtern große Freude.

Per MS-Teams wurden die Fotos dann im Klassenkanal geteilt. Die Sammlung der aufgenommenen Bilder ist in diesem Videoclip als Online-Vernissage zu sehen – Nachmachen ist ausdrücklich erlaubt!

FILMBEITRAG

Kleine Kunst!

Dieses Video zeigt die kreativen Ideen, der Schülerinnen und Schüler. Sie haben kleine Figürchen in ganz unterschiedliche Szenen aus dem Alltag gesetzt – vom Obst über Wasser-Szenen, das Herbst-Erlebnis bis zum Plätzchen-Teller oder der Winterlandschaft …

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Elterninformationsabend der Edith-Stein-Realschule am 01.03.2021 – Übertritt in die Realschule

Am Montag, den 01. März 2021 um 19 Uhr veranstaltet die Edith-Stein-Realschule für Sehbehinderte und Blinde in Unterschleißheim einen Informationsabend für interessierte Eltern zum Übertritt in die neue 5. Klasse des kommenden Schuljahres.

Die Edith-Stein-Realschule ist eine staatlich anerkannte Realschule mit dem Schulprofil Inklusion. Neben sehbehinderten und blinden Schülerinnen und Schülern können auch Kinder ohne sonderpädagogischem Förderbedarf oder gegebenenfalls auch mit einem anderen sonderpädagogischen Förderschwerpunkt aufgenommen werden.

Die kleinen Klassen bieten neben einer ruhigen und persönlichen Unterrichtsatmosphäre einen Unterricht nach sonderpädagogischen Grundsätzen mit Raum zur Individualisierung und Differenzierung. Interessierte Eltern haben an diesem Abend Gelegenheit, sich über das schulische Angebot der Edith-Stein-Schule zu informieren und Hinweise zu den Voraussetzungen für Übertritt und Aufnahme zu erhalten.

Nähere Informationen sind auf der Homepage des Zentrums unter www.sbz.de zu finden.

Je nach Infektionslage wird auf der Homepage auch bekanntgegeben, ob der Elternabend vor Ort (Südturm des Sehbehinderten- und Blindenzentrums, Pater-Setzer-Platz 1) oder digital stattfindet.

Dr. Astrid Deuchert, Schulleiterin der Realschule

Optimierung der Mittagsverpflegung im SBZ

Bereits im Herbst 2020 hatte sich das Sehbehinderten- und Blindenzentrum Südbayern (SBZ) in Unterschleißheim für das „Coaching Kita- und Schulverpflegung 2021“ der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Bayern beworben. Noch vor Weihnachten konnte sich das Küchenteam über die positive Nachricht freuen, dass es für das kostenlose Coaching ausgewählt worden war. Schnell wurde ein Essengremium gebildet, das aus der Direktorin, einer Verpflegungsbeauftragten, einer Hauswirtschaftslehrerin, zwei Erzieherinnen, einer Elternvertreterin aber natürlich vor allem aus Vertretern des Küchenteams unter Leitung von Küchenchef Franz Mühlbauer besteht.

Mit dem Coaching werden Schulen und Kindertagesstätten, die ihre warme Mittagsverpflegung gesundheitsförderlich, wertgeschätzt, nachhaltig und ökonomisch gestalten möchten, von einem Coach unterstützt. Ziel ist es, das Angebot und den dazugehörigen Speiseplan so zu optimieren, dass den Kindern in der Krippe, im Hort, in der Heilpädagogischen Tagesstätte, im Heilpädagogischen Internat sowie in den Einrichtungen, die vom SBZ beliefert werden, täglich ein warmes Mittagessen präsentiert werden kann, das folgende Kriterien noch besser als bisher erfüllt: Gesund, abwechslungsreich, altersgerecht, ansprechend angerichtet, nachhaltig (saisonal, regional, Beachtung des Tierwohls und von Umweltaspekten), gute Qualität und angemessener Preis.

Die speziell für dieses Angebot von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Bayern geschulte Fachkraft begleitet und berät das Essensgremium des SBZ, erarbeitet mit diesem gemeinsam ein individuelles Lösungskonzept und begleitet es noch bis Juli 2021 bei der Umsetzung. Das Coaching begann am 21. Januar 2021 mit einer digitalen Auftaktveranstaltung bei der sich die Teilnehmer der verschiedenen Einrichtungen online kennenlernen und austauschen konnten. Der Schwerpunkt dieser ersten Veranstaltung lag dabei auf dem Thema „Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung“. Weitere Informationen über das Coaching sind im Internet unter www.kita-schulverpflegung.bayern.de zu finden.

Richtig gut essen in Kita und Schule

Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern Ost lässt vier Kitas und drei Schulen im Kita-/Schuljahr 2020/2021 coachen, darunter eine Schule und eine Kita aus dem Landkreis München

Die Auftaktveranstaltung zum Coaching Kita- und Schulverpflegung im Kita-/Schuljahr 2020/2021 am Donnerstag, 21. Januar 2021 war ein voller Erfolg. Sie fand aufgrund des momentanen Corona-Lockdowns online statt. Gut 40 Teilnehmer folgten der Einladung der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern Ost, um gemeinsam unter dem Motto „Mit gutem Essen Schule machen“ bzw. „Kita-Tischlein, deck dich“ ihr Vorhaben Verpflegungscoaching virtuell zu starten.

Bayernweit sind es heuer 39 Kitas und 15 Schulen, die unterstützt werden. Vier Kitas und drei Schulen kommen dabei aus dem östlichen Oberbayern und werden von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern Ost in Ebersberg betreut.

Mit dieser Maßnahme werden Kitas und Schulen, die ihre warme Mittagsverpflegung gesundheitsförderlich, wertgeschätzt, nachhaltig und ökonomisch gestalten möchten, von einem Coach unterstützt und deren Verpflegung nach den Bayerischen Leitlinien Kita- und Schulverpflegung auf den Prüfstand gestellt und verbessert.

Die speziell für dieses Angebot von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Bayern geschulte Ernährungs-Fachkraft begleitet und berät die Einrichtungen und Schulen, erarbeitet mit ihnen gemeinsam ein individuelles Lösungskonzept und unterstützt sie bei dessen Umsetzung.

Ausgewählte Bewerber werden seit Januar 2021 bis zum Kita-/Schuljahresende von einem externen Verpflegungs-Profi mit fünf Vor-Ort-Terminen fachlich unterstützt. In Gruppenveranstaltungen lernen sie die Speiseplanung nach dem Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) kennen und erhalten wichtige Hinweise zur nachhaltigen Verpflegung. So hatte die Auftaktveranstaltung heuer den Schwerpunkt nachhaltige Verpflegung. Speisenanbieter Hans Oskar berichtete dazu seine Erfahrungen aus der Praxis. Annalena Brams, Managerin der Ökomodellregion Inn-Salzach und amtierende Bayerische Bio-Königin bereicherte die anschließende Diskussion. Darüber hinaus bieten die Gruppenveranstaltungen die Möglichkeit, sich mit anderen Kitas oder Schulen auszutauschen und damit wertvolle Anregungen für die anstehenden Entscheidungen zu erhalten. Je nach Pandemielage finden die Treffen in diesem Jahr als Online-Meeting statt. Die Teilnahme am Coaching ist für die Kitas und Schulen gebührenfrei. Zum erfolgreichen Abschluss gibt es eine feierliche Urkundenverleihung.

Folgende drei Coaching- Schulen sind im Schuljahr 2020/2021 in Oberbayern Ost mit dabei: Aventinus-Gymnasium Burghausen (Landkreis Altötting), Internationale Montessorischule Campus di Monaco (Stadt München), Sehbehinderten- u. Blindenzentrum Südbayern (Landkreis München). Folgende vier Coaching-Kitas sind im Kitajahr 2020/2021 in Oberbayern Ost mit dabei: Tagesheim an der Welzenbachstraße (Stadt München), Haus für Kinder Oberföhring (Landkreis München), Haus für Kinder Tittmoning (Landkreis Traunstein), Kinder – und Jugendhaus Dorfen (Landkreis Erding).

Irmgard Reischl, Leiterin des Fachzentrums Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Ebersberg, bei dem die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern Ost angesiedelt ist, wünschte allen Beteiligten, den externen Schulverpflegungs-Coaches Dr. Claudia Osterkamp-Baerens und Doris Bernhofer, dem Kitaverpflegungs-Coach vom Fachzentrum Martina Fink, sowie den Kita- und Schulfamilien, viel Freude, Teamgeist, Durchhaltevermögen und Erfolg in diesem durch Corona besonders herausfordernden Coachingjahr. Schließlich lohne es sich. „Denn gute Kita- und Schulverpflegung ist Teil eines gelingenden Kita- und Schullebens. Von gutem Essen profitieren alle“, so Reischl.

Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern Ost am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg

CVI – eine multidisziplinäre Herausforderung

Vier Jahre multidisziplinäre Beratungsstelle am Sehbehinderten- und Blindenzentrum Südbayern in Unterschleißheim

Zerebral (bzw. zentral) bedingte Störungen der visuellen Wahrnehmung („Sehstörungen“) bei Kindern werden unter dem Oberbegriff „cerebral visual impairment“ (abgekürzt „CVI“) zusammengefasst. Die häufigste Ursache für CVI sind Schädigungen des Gehirns durch Sauerstoffmangel insbesondere im Rahmen von Frühgeburten oder Geburtskomplikationen, morphologische (z.B. durch entzündliche oder metabolische Erkrankungen) und genetisch bedingte Entwicklungsstörungen des Gehirns. Epidemiologische Studien zeigen, dass bei etwa einem Drittel der Kinder mit einer Sehbehinderung („low vision“) eine zerebrale Ursache vorliegt. In der augenärztlichen und orthoptischen Untersuchung finden sich bei manchen Kindern ein eingeschränktes Gesichtsfeld, eine reduzierte Sehschärfe, ein reduziertes Kontrastsehen oder ein reduziertes Farbsehen; zusätzlich können Störungen der Blickmotorik (z.B. der Fixation) vorliegen. In der neuropsychologischen Untersuchung zeigt sich häufig eine Beeinträchtigung des Überblicks über die aktuelle Umwelt (sog. Szenenwahrnehmung) bzw. über Vorlagen (Bilder, Bücher, Hefte). Hinzu kommen oft Schwierigkeiten bei der Form- und Objektwahrnehmung, der Raumwahrnehmung und räumlichen Orientierung und beim Erkennen von Gegenständen und Gesichtern. Ältere Kinder mit CVI haben zudem häufig Schwierigkeiten mit der ganzheitlichen Verarbeitung von Textmaterial (Wörter, Zahlen); das Buchstabe-für-Buchstabe Lesen nimmt (zu) viel Zeit in Anspruch, ist daher teilweise außerordentlich mühsam und erschwert auch das Lesesinnverständnis. In den meisten Fällen stellen die genannten visuellen Wahrnehmungsprobleme eine nachhaltige Behinderung bei der Bewältigung der Anforderungen im Alltag und in der Schule bzw. Ausbildung und in herausfordernden sozialen Situationen dar. Da es bis jetzt keine allgemein akzeptierte Definition von „CVI“ gibt, existieren auch keine verbindlichen Diagnosekriterien und keine Diagnoseziffer nach ICD-10. Fehlende diagnostische Standards hinsichtlich der Untersuchung von Beeinträchtigungen der visuellen Wahrnehmungsfähigkeit außerhalb der augenärztlich und orthoptisch untersuchten visuellen und okulomotorischen Funktionen sind eine der Hauptursachen für die fachlich oft schwierige diagnostische Erfassung und Einordnung der visuellen Probleme bei CVI und damit verbunden einer hohen Dunkelziffer betroffener Kinder.

Seit 2017 können in der neu gegründeten multidisziplinären Beratungsstelle für visuelle Wahrnehmung (MB-CVI; www.sbz.de/beratung/beratungsstelle-cvi) am Sehbehinderten- und Blindenzentrum Südbayern (SBZ) in Unterschleißheim Kinder und Jugendliche mit Verdacht auf CVI untersucht werden. Im Vordergrund der neuropsychologischen Diagnostik steht daher eine umfassende Untersuchung der visuellen Wahrnehmung; zusätzlich werden die betroffenen Kinder und Jugendlichen bzw. ihre Eltern ausführlich zu Schwierigkeiten im Alltag und in der Schule befragt. Das gewonnene individuelle Profil erlaubt eine zuverlässige Diagnose und Indikationsstellung für eine mögliche Behandlung bzw. für die fachliche Beratung für einen guten Umgang mit den CVI-bedingten Schwierigkeiten im Kindergarten, in der Schule, in der Ausbildung und im Alltag.

Aufgrund mangelnder spezifischer Diagnoseverfahren wurde in einem vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus geförderten Forschungsprojekt am SBZ ein diagnostischer Standard entwickelt und evaluiert. In einem weiteren, vom Bayerischen Sozialministerium geförderten Forschungsprojekt wurde die Wirksamkeit von Software basierten Trainingsverfahren zur Verbesserung des Überblicks sowie bei älteren Kindern auch der ganzheitlichen Textverarbeitung untersucht. Die Ergebnisse sind erfolgversprechend; die meisten Kinder haben davon profitiert und ihre visuellen Schwierigkeiten in der Schule und im Alltag haben deutlich abgenommen. Auf der Grundlage dieser positiven Erfahrungen wird derzeit in einem weiteren Forschungsprojekt, das von der Dr. Gabriele Lederle-Stiftung finanziell gefördert wird, die Möglichkeit eines Internet basierten Lesetrainings geprüft, das es den betroffenen Kindern und Jugendlichen erlaubt, die ganzheitliche Textverarbeitung unter fachlicher Supervision zuhause selbst zu üben.

Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit CVI setzt eine multidisziplinäre Zugangsweise (Augenheilkunde, Orthoptik, Neuropsychologie, Frühförderung, Schul- und Sonderpädagogik) voraus, die die Befunde aller beteiligten Disziplinen berücksichtigt, integriert und schließlich eine ganzheitliche Beurteilung der individuellen Sehbehinderung sicherstellt. Dies gilt nicht nur für die diagnostische Erfassung der visuellen und kognitiven Schwierigkeiten bei Kindern und Jugendlichen mit CVI, sondern auch für eine optimale Versorgung und Betreuung, da auch nach einer erfolgreichen Behandlung die Umsetzung der gelernten visuellen Wahrnehmungsstrategien häufig eine weitergehende Unterstützung vor (z.B. in der Frühförderung oder im Kindergarten) und nach Schuleintritt erforderlich ist.

Prof. Dr. Josef Zihl

Futter für die Zirkustiere

Ein Zirkus ist in Unterschleißheim über den Winter „gestrandet“ und kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr weiterziehen. Es handelt sich um den Zirkus „Barnum“, dessen Ur-, Ur-, Urvorfahre der berühmte erste Zirkusgründer Mr. Barnum war, den viele aus „The Greatest Showman“ kennen!

Das Futter für die etwa 60 Tiere – von der Alpenziege bis zum Kamel – geht aus. Deshalb ging ein Hilferuf an die Bevölkerung. Wir, die Klasse 8 der Edith-Stein-Realschule, wollten auch etwas tun und kamen auf die Idee der „Sponsoren-Challenge“: Alle Schüler suchten in ihren Familien nach Sponsoren, mit denen sie eine individuelle Aufgabe vereinbarten – ob nun Schnee schippen, kochen, Zimmer putzen, eine gute Note mit heimbringen o.ä. Wenn sie die „Herausforderung“ bestanden, bekamen sie einen vorher vereinbarten Geldbetrag. Einige legten auch noch eine Spende dazu  – oder sogar ihr Taschengeld.

Und so konnten wir kurz vor Weihnachten über 200 Euro dem Zirkus überreichen – und durften dabei auch die Tiere besuchen und die Pferde mit Karotten füttern!

Anke Schabel und die Klasse 8

Manfred Funke-Hopfner Stiftung spendet große Freude

Eine dreiköpfige Delegation der Manfred Funke-Hopfner Stiftung hatte ihren Besuch bei uns im SBZ in Unterschleißheim angemeldet – die beiden Vorstände Herr Dipl.-Kfm. Arnd Walther und Herr Bankkaufmann Anton Sedlmayr sowie eine der drei Kuratorinnen Frau Marianne Walther. 

Die Manfred Funke-Hopfner Stiftung mit Sitz in München wurde am 30. April 2009 als rechtmäßige Stiftung bürgerlichen Rechts staatlich anerkannt. Zweck der Stiftung ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesen, der Jugend- und Altenhilfe bzw. des Wohlfahrtswesens sowie die Förderung mildtätiger Zwecke. Insbesondere soll die Unterstützung Kranker, krebskranker Personen, die Förderung von Hospizeinrichtungen, soweit es sich um Körperschaften des öffentlichen Rechts handelt, die Unterstützung sozialer Organisationen und Einrichtungen erfolgen, insbesondere auch des Sozialdienstes Germering e.V.

Herr Manfred Funke-Hopfner hatte angeordnet, dass mit seinem Ableben (gestorben am 5.10.2008) eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts zu errichten sei.

Als Grund des Besuchs war die Überreichung eines Spendenschecks an das SBZ angekündigt worden. Um welche Summe es sich allerdings handeln würde, blieb bis zur allerletzten Minute spannend. Deshalb waren die Überraschung und die Dankbarkeit sehr groß, als Frau Marianne Walther einen Scheck mit der großartigen Summe von 10.000 Euro überreichte.

Direktorin Hildegard Mayr bedankte sich dafür im Namen der gesamten Einrichtung und vor allem der Kinder und Jugendlichen, denen die Spende zu Gute kommen wird: “Ich glaube Sie wissen gar nicht welche große Freude Sie uns allen damit machen. Jetzt kann ich den Stangenwald-Spielplatz, den wir aufgrund seiner Baufälligkeit abbauen mussten, mit einem neuen Spielgerät ersetzen und zusätzlich eine schöne Klangschale aufstellen lassen. Ein ganz herzliches Vergelt’s Gott!“

Marianne Walther betonte, dass die Freude des Gebens eigentlich sogar größer sei als des Nehmens: „Hier im SBZ spüre ich so viel Liebe – da bekommt man so viel zurück und es ist einfach schön helfen zu können.“