Frühförderung

Frühförderung für ganz Südbayern

Filmbeitrag

Entwicklungsrisiken vorbeugen.

Die Leiterin Frühförderung Eva Kneitinger erklärt, auf welche Art und mit welchem Ziel das SBZ kleine Kinder mit Seheinschränkungen sowie deren Eltern unterstützt.

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Einschränkungen des Sehens:

  • Ca. 80% aller Informationen nehmen wir über das visuelle System auf
  • Seheinschränkungen beinhalten immer ein Entwicklungsrisiko für das Kind und wirkt sich in allen Entwicklungsfeldern aus; diese Risiken zu minimieren ist eines der Hauptziele unserer Frühförderung
  • Sehen wird erlernt; Neugeborene werden mit einem Sehvermögen von ca. 10% geboren. Zum regulären Sehprozess gehören die Koordination beider Augen sowie das „Scharfstellen“ (Fixation und Akkommodation). Schon in den ersten Lebensmonaten werden diese guten Seheindrücke im Gehirn gespeichert, verglichen, wiedererkannt und mit anderen Sinneswahrnehmungen (Hören, Geruch) verbunden
  • Das Sehen ist maßgebend beteiligt u. a. bei:
    • Interaktion (Blickkontakte, lesen von Mimik …)
      • Interesse wecken (Motivation)
      • Lernen durch Nachahnung (Folgebewegungskompetenzen)
      • Wo bin ich (Lokalisation
      • Steuerung der eigenen Motorik (Kompetenzen der Raumlagewahrnehmung)
    • Blicksteuerung, Blickgeschwindigkeiten, Zielgenauigkeit bei Blicksprüngen (Sakkaden) sowie die Qualität der Seheindrücke sind ebenfalls wichtige Komponenten des Sehens
    • Bei reduziertem Sehvermögen sind
      • Reizvolle Sehangebote ein wichtiger Bestandteil der frühen Förderung (kontrastreiche Spieldinge, Lichter, „Eye-Catcher“ …)
      • Ebenso wie geeignete Kompensationsstrategien und
      • Individuelle Unterstützungsangebote für Kind und Eltern

Blindheit:

  • Ca. 80% aller Informationen nehmen wir über das visuelle System auf
  • Blindheit ist mir erheblichen Entwicklungsrisiken für das Kind verbunden (frühkindliche Interaktion, Motorik, Ich-Entwicklung, Raumkompetenz, Handlungskompetenzen, etc.) und betrifft das gesamte Familiensystem

Die natürlichen elterlichen Kompetenzen sollten sich um die blindenpädagogischen Erfordernisse erweitern, um zusätzliche Entwicklungsrisiken für das Kind zu minimieren. (besondere Sicherheitsbedürfnisse und die Körpersprache des Kindes, Essen sowie Spielanregungen können als Schwerpunkte genannt werden).

Ihre Ansprechpartnerin

Frau Eva Kneitinger

Leitung Frühförderung

089 310001-5023

ff@sbz.de