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Unser Profil
- Die Edith-Stein-Schule Unterschleißheim ist eine staatlich anerkannte, private Realschule für sehbehinderte und blinde Schülerinnen und Schüler und die einzige weiterführende Schule in Bayern für Sehgeschädigte.
Träger ist der Verein für Sehgeschädigtenerziehung e.V. (kooperatives Mitglied des Caritasverbandes). - Die Schule ist allgemeinbildend, mit dem üblichen breiten Fächerangebot und besitzt die gleichen Lernziele wie andere Realschulen. Alle Schüler werden entsprechend dem Lehrplan für die Bayerischen Realschule unterrichtet. Für sehbehinderte und blinde Realschüler gelten zusätzlich die Richtlinien der Realschul-Lehrpläne für Sehbehinderte und Blinde.
- Erfahrene Lehrkräfte vermitteln den Schülern mittels einer differenzierten Unterrichtsgestaltung, sich auf die Behinderung einzustellen. Die Schüler lernen, sich selbst richtig einzuschätzen und auf ihr späteres Leben vorzubereiten. Der Umgang mit speziell angefertigten, vergrößerten Arbeits- und Prüfungsblättern, mit optischen Hilfsmitteln und adaptierten Lehrmitteln und Lehrmethoden bildet die Grundlage der schulischen Förderung.
- Wir wollen unseren Kindern und Jugendlichen helfen, sich zu selbständigen Persönlichkeiten zu entwickeln. Sie sollen geführt und geleitet werden, um sich später selbst in die Gesellschaft integrieren und ein eigenverantwortliches Leben führen zu können. Gemeinschaft, Leistung, Selbständigkeit, aber auch Freude sind die leitenden Ziele unserer pädagogischen Arbeit.
- Die Stärken der Schülerinnen und Schüler zu fördern und Schwächen auszugleichen ist nur aufgrund der kleinen Klassen und einer ganz persönlichen Beziehung zwischen Lehrer und Schüler möglich. Großer Wert wird auch auf berufs-vorbereitende Maßnahmen gelegt. Diese sollen den Eintritt ins Berufsleben erleichtern.
- Ein weiterer Schwerpunkt der Schule liegt in der Förderung von Realschülern mit einer Lese- und Rechtschreibschwäche im Sinne der Legasthenie. Hierfür liegt ein besonderes Förderungskonzept vor.
- Nach bestandener Abschlussprüfung können die Schüler entweder an eine weiterführende Schule, wie beispielsweise eine Fachoberschule, eine Fachakademie oder ein Gymnasium übertreten oder ihr Berufsleben beginnen.
- Sofern es die Klassenstärke zulässt, können auch nicht behinderte Schüler aufgenommen werden.
- Die Einführung der R 6 (Sechsstufigkeit) erfolgte zum Schuljahr 2003/2004.
Klassenstärke
Entsprechend den Richtlinien für weiterführende Schulen für Behinderte beträgt die Klassenstärke bis zu 13 Schüler (Klassen mit Sehbehinderten und Blinden).
Wahlpflichtfächergruppen
Die jetzige R 6 bietet drei Wahlpflichtfächergruppen an:
- Wahlpflichtfächergruppe II: Rechnungswesen / Informationstechnologie
- Wahlpflichtfächergruppe IIIa: Französisch / Informationstechnologie
- Wahlpflichtfächergruppe IIIb: Werken / Informationstechnologie
Wahlunterricht / Ergänzungsunterricht / Förderunterricht / Arbeitsgruppen
Ein reichhaltiges Programm an Wahl- und Ergänzungsunterricht geht besonders auf die Interessen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ein.
Unter anderem werden zur Zeit angeboten:
- Schulspiel
- Chor
- Instrumentalunterricht
- Schulband
- English Conversation
- Punktschrift (Vollschrift) für Blinde
- Kurzschrift für Blinde
- Förderunterricht für Legastheniker
- Richtig lernen
- AG Streitschlichter
- AG Schülerzeitung
Schüleraustausch
Schulpartnerschaft mit dem Prager Musikkonservatorium für Blinde und Sehbehinderte
Mobiler Sonderpädagogischer Dienst
Der Mobile Sonderpädagogische Dienst hilft mittels Diagnostik und Beratung den geeigneten Förderort für sehgeschädigte Kinder zu finden.
Im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst betreuen Lehrkräfte sehbehinderte und blinde Schüler/Innen in ihrer Wohnort nahen Schule und im Elternhaus, damit sie erfolgreich am Unterricht teilnehmen können.
Die Lehrkräfte beraten nicht nur die Schüler/Innen selbst, sondern auch Lehrer und Eltern. Mit Augenkliniken, Augenärzten, Psychologen, Gesundheits- und Jugendämtern sowie anderen Fachdiensten arbeiten sie partnerschaftlich und interdisziplinär zusammen.
Ziele und Aufgaben des MSD – Förderschwerpunkt Sehen
- Diagnose - pädagogische und visuelle Diagnostik
- Beratung der Lehrkräfte, SchülerInnen und Eltern
- Unterstützung der schulischen Integration von Schülerinnen und Schülern
- mit festgestellter Sehstörung
- mit Einschränkung in der visuellen Wahrnehmung
- Begleitung sehender Kinder blinder und sehgeschädigter Eltern
- Beeinflussung der äußeren Rahmenbedingungen zur Verbesserung der Wahrnehmungssituation
Inhaltliches Angebot
- Für Schülerinnen und Schüler
- Hilfe zur Verbesserung der Kommunikationsbedingungen in der Schule und zu Hause
- Unterstützung bei der Entwicklung von Lern- und Arbeitsstrategien
- Hilfestellung bei der Bewältigung psychosozialer Probleme
- Für Eltern
- Umfassende und verständliche Informationen über die Sehschädigung des Kindes und ihre Folgen
- Informationen über neue Erkenntnisse und Entwicklungen im medizinischen und technischen Bereich
- Beratung zur Schullaufbahn
- Für Lehrkräfte
- Informationen über die Auswirkungen der Sehschädigung
- Informationen über den Einsatz und Gebrauch technischer Hilfsmittel
- Sonderpädagogische Beratung
Internat und Heilpädagogische Tagesstätte
Im Internat und in der Heilpädagogischen Tagesstätte des Edith-Stein-Zentrums für Sehbehinderte und Blinde betreuen qualifizierte Erzieherinnen die Schülerinnen und Schüler nach der Schule. In Zusammenarbeit mit den hausinternen Fachdiensten werden die individuellen Begabungen der SchülerInnen gefördert und bei Schwierigkeiten adäquate Hilfen eingeleitet. Die ganzheitliche Erziehung erfolgt in engem Zusammenwirken mit den Eltern und der Schule.
Psychologischer Fachdienst
Beratung und Hilfestellung in psychologischen Fragen für Heim- und Tagesheimschüler durch den eigenen psychologischen Fachdienst.
