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Kontakte zur Prager Partnerschule seit 15 Jahren
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1993, nur wenige Jahre nach dem Fall des „Eisernen“ Vorhangs, begannen vor-sichtige Kontakte mit dem Prager Musikkonservatorium für Sehbehinderte und Blin-de. In diesem Jahr können wir auf eine 15-jährige Partnerschaft zurückblicken.
Viele Schülerjahrgänge aus beiden Schulen lernten sich kennen. Manche tschechischen Schülerinnen und Schüler waren mehr als einmal bei uns…. Auch unsere Jugendlichen lernten Prag und seine Menschen schätzen.
Im Sommer hatten wir das Glück, eine herrliche Woche in der „Goldenen Stadt “ zu verbringen; jetzt, vom 20. – 23. Oktober, konnten wir uns revanchieren.
Elf Schüler und zwei Lehrkräfte besuchten uns für leider nur vier Tage.
Neben der Besichtigung der näheren Umgebung und natürlich Münchens stand viel Gemeinsames auf dem Programm. Zusammen mit unseren 9. Klässlern, die ja in Prag waren, besuchten wir Kempten, das dortige Alpine Museum und den Archäolo-giepark, der die römische Vergangenheit der Stadt wieder aufleben ließ. So etwas kennen die Prager aus ihrem Land ja nicht!
Gemeinsam konnten die Gäste mit ihren Gastgebern auch eine Sportstunde mit dem Rhönrad erleben, was allen viel Spaß machte. Ein blindes Mädchen durfte sogar die neue Laufbahn für Blinde testen!...
Natürlich stand auch heuer wieder für unsere musikbegeisterten Gäste ein Theaterbesuch auf dem Programm. Dafür begeisterten uns die Übungsstunden Mireks auf dem Flügel im Nordturm.
Zufrieden fuhren sie am Donnerstag gegen Mitternacht wieder nach Prag zurück.
Allen, die mitgeholfen haben, sei herzlichst gedankt.
Dieses Jahr konnten wir uns gegenseitig ohne Grenzkontrollen besuchen. Die Neugierde früherer Jahre ist vorbei, da man ohne Probleme überall hinreisen kann.
Prag ist die europäische Hauptstadt, die München am nächsten liegt Das stellten wir Lehrkräfte beim Abschied fest.
Ist die Partnerschaft weniger attraktiv als vor 15 Jahren?
Marianne Zrenner
Ein Tag als Grenzgänger
Am 09.10.07 fuhr die Klasse 9 nach Zwiesel zur Ausstellung „Bayern und Böhmen“.
Als Einstieg für unsere Fahrt zur Partnerschule nach Prag kam uns die Führung „Grenzgänger“ wie gerufen. Wir erfuhren so einiges über die 1500 jährige Nachbarschaft der beiden Länder, die nicht immer harmonisch war. Zum Schluss fertigten wir einen „Bayerisch-böhmischen Freundschaftspass“.
Es war ein interessanter Tag bei herrlichem Wetter in der bayerischen Grenzregion 15 km von Tschechien entfernt. Vielen Dank den beiden Eltern Günther und Spohn, die zusammen mit Frau Metzger und mir die Schüler gefahren haben.
Wir freuen uns schon auf den richtigen Grenzgang nach Prag im Juni nächsten Jahres.
Marianne Zrenner
Besuch der Prager Schülergruppe 2005
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Oktobertage in Unterschleißheim
In diesem Jahr kamen wieder 8 Mädchen und zwei Jungen mit ihren Lehrkräften, Frau Cadova, einer jungen Englischlehrerin, und Herrn Vendl, dem Deutsch-und Musiklehrer, vom 10. bis zum 14. Oktober zu uns als willkommene Gäste.
Der Schwerpunkt des Programmes lag darin, nicht nur Deutsch- und Tschechischkenntnisse zu erlangen, sondern auch sich mit Hilfe der englischen Sprache zu verständigen.
- Diesmal konnte der Schulträger eine Wohnung zur Verfügung stellen, wo 8 Gäste untergebracht wurden. Die übrigen Teilnehmer der Fahrt lebten in Privatquartieren, u.a. auch bei Schülereltern.
- Der erste Tag nach der Ankunft galt dem gegenseitigen Kennenlernen. Die Gäste konnten in verschiedenen Unterrichtsstunden hospitieren und einen kleinen Einblick in unser Schulleben gewinnen. Im Musikzimmer fand die Begrüßung statt. Gäste und Gastgeber sangen und musizierten zuerst getrennt und dann zusammen. Die Stimmung hätte nicht besser sein können! Auch am Nachmittag führte ein Ausflug nach München mit einem Orientierungsquiz die deutschen und tschechischen Jugendlichen zusammen. Den Tag krönte der Blick vom Olympiaturm auf das nächtliche Lichtermeer Münchens.
- Ein ganztägiger Ausflug nach Dachau stand am Mittwoch auf dem Programm. Die tschechischen Jugendlichen hatten sich dies gewünscht. Ein Amerikaner führte uns durch das Konzentrationslager und nahm sich viel Zeit auf all die Fragen einzugehen... Lockerer ging’s dann wieder im Schwimmbad unserer Schule und abends beim gemeinsamen Kegeln mit unseren Schülern zu.
- Den Donnerstag verbrachten die Gäste in München. Sie kannten sich ja bereits aus. Das Wetter zog sie v.a.in den Englischen Garten... Am Abend besuchten wir im Nationaltheater „ Die Entführung aus dem Serail “.
- Am Freitag verabschiedete man sich und verabredete sich bald wieder zu treffen,
vielleicht auf einer gemeinsamen Fahrt nach Edinburg.
Meine Kollegin, Frau Schmid-Kemmeter und ich sagen herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass auch die heurige Begegnung wieder ein voller Erfolg war. Der Träger unserer Einrichtung unterstützte uns auch diesmal wieder mit Unterkunft für den Großteil der Gäste, Verköstigung und einem kleinen Zuschuss.
Unterschleißheim, im Oktober 2005
Marianne Zrenner
Nachtrag zur Pragfahrt Juni 2005: Besuch bei unserer Partnerschule
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Am Montag Früh starteten wir mit Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe vom Busbahnhof in der Heimeranstraße aus in Richtung Prag.
Nach langer Busfahrt kamen wir am Nachmittag in Prag an und waren zunächst in unserer Partnerschule mit „Einchecken“ in unseren Zimmern beschäftigt.
Noch am Abend erkundeten wir sogleich das schöne alte Gebäude des Musikkonservatoriums, das fast direkt an der Karlsbrücke gelegen ist und aus dem aus jedem Winkel Musik erklingt. Anschließend unternahmen wir einen Spaziergang durch die Prager Altstadt.
Am Dienstag Vormittag wurden wir erst einmal von Herrn Dvorcak, Herrn Balzar und Frau Ribarova, den Direktoren des Konservatoriums, und unseren Austausch-Schülern mit einem bunten musikalischen Programm begrüßt. Nachmittags und Abends erkundeten wir abermals ausgiebig die Altstadt von Prag mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten, z. B. dem Altstädter Ring, diesmal allerdings unter fachkundiger Anleitung unserer Gastgeber.
Am Mittwoch besuchten wir das Nationale Technik-Museum sowie den St.-Veits-Dom bei der Burg Hradschin. Diese Programmpunkte kamen uns am Mittwoch Vormittag sehr entgegen, da uns das Wetter zu diesem Zeitpunkt nicht sehr gewogen war. Nachmittags durften die Schüler selbst in Gruppen auf Stadterkundung gehen. Abends war der Besuch eines Open-Air-Musicals über König Karl geplant, doch leider machte uns Petrus auch hier ein letztes Mal einen Strich durch die Rechnung.
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Dafür wurden wir am Donnerstag mit Sonnenschein entlohnt. Wir unternahmen mit dem Zug einen ganztägigen Ausflug auf die Burg Karlstein, die etwas außerhalb von Prag gelegen ist. Es war ganz schön anstrengend, die Burg mit ihren vielen Felstreppen zu erklimmen. Doch schließlich hatten wir auch das geschafft und wurden nach einer Führung durch Karlstein mit einem Eis belohnt.
Unseren letzten Abend verbrachten wir gemeinsam mit unseren Gastgebern auf einem Jazz-Konzert. Schließlich mussten wir Freitag Früh schon wieder in den Bus in Richtung Heimat steigen.
Unser Dank gilt unserer Partnerschule, insbesondere Frau Hauserova, der wir wie schon so oft eine schöne, erlebnisreiche Woche in Prag zu verdanken haben.
Kirsten Schmid-Kemmeter
Schülerfahrt nach Prag 2004
Gedanken von Jockl Schulze zum Schüleraustausch
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Erst kürzlich fand an unserer Schule ein Schüleraustausch mit der tschechischen Partnerschule statt. Was veranlasst Schülerinnen und Schüler sich für einen solchen Austausch zu melden? Welche Schwierigkeiten könnten auftreten?
Unsere Schule, das Edith-Stein-Zentrum, pflegt seit 1992 regen Kontakt zu unseren tschechischen Nachbarn in Prag. Das bedeutet: Einmal im Jahr fährt eine Schülerabordnung unserer Einrichtung nach Prag, aber auch die tschechische Partnerschule stattet uns regelmäßig Besuche ab. Die Schüler, die sich an diesem Austausch beteiligen wollen, müssen sich melden, und wenn sie die Rahmenbedingungen erfüllen, können sie sich auf eine spannende Woche freuen. Jedoch für manche Schüler können auch Schwierigkeiten auftreten, die im Folgenden erläutert werden.
Ein Schüleraustausch bietet für viele junge Leute interessante und vielseitige Möglichkeiten.
Wenn man näher auf die Gründe eingeht, warum sich Schüler zu einem Austausch melden, wird man feststellen, dass bei vielen soziale Beweggründe vorherrschen.
Für einige Schüler ist es eine tolle Erfahrung, sich mit den eigenen Klassenkameraden auch einmal außerhalb der Schule zu treffen und etwa in einer Kneipe bei Fußball und Bier über den Sinn des Lebens zu diskutieren. Dies und auch das Zusammenwohnen in einem Zimmer lässt oft neue Freundschaften entstehen. Man ist nicht in einem Touristenhotel untergebracht, sondern bei freundlichen Gastgebern willkommen.
Jedoch ist ein Schüleraustausch mehr als nur eine Klassenfahrt mit Mitschülern.
Er bietet die Möglichkeit, neue internationale Bekanntschaften zu machen. Da man sich, wie in unserem Fall während einer Woche immer wieder trifft, knüpft man teilweise Freundschaften. Man stellt fest, dass die Interessen der Jugendlichen im Partnerland gar nicht so unterschiedlich sind, man sieht, welche Möglichkeiten sie haben trotz ihrer Sehbehinderung weiter zu kommen. Es wird aber auch deutlich, dass sie um ihr Ziel zu erreichen, sehr hart arbeiten müssen... Vorurteile schwinden schnell und Respekt und Achtung treten an ihre Stelle.
Im Einzelfall kann es sogar vorkommen, dass eine echte Freundschaft entsteht, die sehr lange halten kann. So mancher hat auf diesem Weg schon einen Partner für das ganze Leben gefunden, v.a., wenn er sich länger im Gastland aufhält.
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Manche Schüler wollen sich auch weiterbilden und melden sich deshalb zu einer Austauschfahrt.
Diese Weiterbildung kann sprachlicherseits erfolgen. Sitzt man mit jemandem aus dem Austauschland zusammen und unterhält sich, kann dies für beide nützlich sein, denn ein paar Wörter oder Satzbrocken bleiben immer hängen.
Durch Reden und mit Leuten aus dem betreffenden Land „bummeln“ gehen, lernt man die Mentalität der Leute schnell und direkt. Man merkt, dass etwa in den ehemaligen Ostblockländern das Konsumverhalten der Menschen von ganz anderen Grundsätzen bestimmt wird, als das bei uns der Fall ist. Die Mentalitätskenntnisse sind notwendig, um andere Völker verstehen zu können. Mancher zweifelt vielleicht auch an seinem eigenen Anspruchsdenken...
Eine Reise in andere Länder im Rahmen eines Schüleraustausches kann auch Schwierigkeiten mit sich bringen.
Einige wesentliche Probleme treten im organisatorischen Bereich auf. Diese können eine derartige Begegnung in ein anderes Land oft erschweren.
Eines davon ist die Finanzierung. Vielen Schülern ist es nicht möglich, die Kosten für einen Austausch aufzubringen. Da in Deutschland häufig Familien mit ihrem Geld kaum über die Runden kommen, wird den jungen Leuten Bildung in einem anderen Land oft nicht ermöglicht . Sie können an einem Austauschprogramm, wie wir es an unserer Schule haben, aus finanziellen Gründen nicht teilnehmen.
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Ein weiteres organisatorisches Problem tritt auf, wenn Jugendliche, die sich an einem Austausch beteiligen wollen, nicht EU- Bürger sind. In diesem Fall ist ein Visum nötig, das zum einen Kosten mit sich bringt und immer rechtzeitig beantragt werden muss. Ist dies nicht der Fall, kann die ganze Gruppe in Schwierigkeiten geraten.Doch auch soziale Probleme lassen sich oft nicht unter den Tisch kehren. Hat ein Schüler Konflikte im Umgang mit anderen, so wird er es auch bei einem Schüleraustausch schwer haben, nicht ausgegrenzt zu werden. Dies gilt auch für schwächere Jungen und Mädchen, die gerade in außerschulischen Situationen Probleme haben, sich auch einmal durchzusetzen. Sie mit ein zu beziehen, so dass sie auch Kontakt zu den Gastgebern bekommen, ist oft für Lehrer nicht einfach.
Schade ist es auch, wenn Jugendliche bei einer Austauschreise nur auf materielle Werte aus sind. Das wird beispielsweise in Tschechien deutlich, wenn sich viele Schüler überlegen, wie sie billig an Schnaps und Zigaretten kommen. Dabei wird oft der eigentliche Sinn dieser Reise vergessen. Vorhandene Vorurteile können dadurch bestärkt werden, wenn man sich nicht angebracht verhält.
Der Austausch zwischen der tschechischen Partnerschule und uns ist aus meiner Erfahrung eine schöne Variante, Land, Leute, die Sprache und das gute Essen kennen zu lernen. Ich hoffe, dass er noch lange weitergeführt wird.
Gegenbesuch der Prager Schülergruppe 2004
Ein Herbstausflug nach Unterschleißheim
Auch heuer wieder besuchten uns 8 Mädchen und ein Junge mit ihren zwei Lehrerinnnen von unserer Partnerschule in Prag in der Woche vom 11. bis zum 15. Oktober.
Das Programm hatte einen ganz besonderen Schwerpunkt:
- 7 Schülereltern haben sich bereit erklärt je einen Gast aufzunehmen, eine Familie sogar zwei Mädchen. Der Junge war in einer Heimgruppe unter-gebracht.Trotz eines abwechslungsreichen Programms war mehrmals am Abend Gelegenheit zu längeren Gesprächen in der Familie, die Gastgeber und Gäste gleichermaßen begeisterten. Ein tschechisches Mädchen zeigte uns am Abreisetag ganz stolz ein Foto „ ihrer“ Familie, das ihr zum Abschied geschenkt wurde; ein anderes erzählte, dass sie nun einen zweiten Papa und eine zweite Mama habe. So durfte sie ihre Gasteltern nennen...Die Sprachbarriere spielte offensichtlich keine große Rolle. Schließlich lernen die Gäste ja auch schon ein paar Jahre Deutsch... Es würde mich freuen, wenn aus dem kurzen Erlebnis ein längerer Austausch v.a. der Jugendlichen zustande käme!
- Der Empfang in der Schule fand im Musikzimmer statt . Herr Kuroschinski, der Schulleiter, und Vertreter der SMV begrüßten die Gäste herzlich. Es war zwar etwas eng, dafür fanden aber alle Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen Platz. Untermauert wurde das Treffen von tschechischen Liedern und rhythmischen Klängen. Erste Kontakte wurden geknüpft. Auch durfte der Unterricht in einigen Klassen mit verfolgt werden. Vielen Dank ans Kollegium.
- Am Nachmittag stand ein Münchenquiz auf dem Plan, das gemischte Gruppen lösen mussten. Nicht nur die Gäste, auch wir lernten wieder Neues über Bayerns Hauptstadt.
- Ein besonderes Event war der gemeinsame Ausflug nach Mittenwald bei herrlichem Herbstwetter. Mit dem Sessellift fuhren wir auf den Kranzberg und hatten einen herrlichen Blick auf das Karwendel. Manche Schüler aus Prag kennen zwar die Tatra, stellten dann aber fest, dass unsere Alpen doch anders sind. Im Ort zeigte uns der Geigenbauer Mallner, wie er seine wertvollen Geigen herstellt, zehn Stück im Jahr. Nicht nur unsere musikalischen Gäste waren beindruckt, sondern auch wir.
- Am letzten Abend gab‘s in der kath. Pfarrgemeinde am Hasenbergl eine Abschlussparty, die unsere talentierten DJ’s gestalteten und in der sie eine Bombenstimmung zauberten. Den Raum hatte uns eine engagierte Schülermutter besorgt.
- Trotz pausenlosen Einsatzes meiner Kollegin Kirsten Schmid-Kemmeter und mir hatten wir dieses Jahr spürbare Hilfen v.a. von den Eltern. So gelang es uns Kosten zu dämpfen und trotzdem Vieles zu bieten. Der Träger unserer Einrichtung unterstützte uns auch diesmal mit Verköstigung der Gäste und vermittelte einen finanziellen Beitrag u.a. für die öffentlichen Verkehrsmittel.
Unterschleißheim, im Oktober 2004
Marianne Zrenner







































































































